

Sarkopenie
Sarkopenie
Lieber Patient, lieber Kunde, lieber Partner,
Im Folgenden, möchten wir dir eine grobe Übersicht über das Krankheitsbild „Sarkopenie“ geben. Wir möchten dir anhand unserer jahrelangen Erfahrungen eine Basis bieten, sich im Vorfeld der möglichen Therapie bereits mit der Tiefe dieses Krankheitsbildes zu beschäftigen. Zudem möchten wir dich darüber aufklären, welche Möglichkeiten es im Alltag gibt um Schmerzen zu vermeiden oder diesen entgegenzuwirken und wie ein gesunder und bewusster Lebensstil das Schmerzempfinden positiv beeinflussen kann.

Sarkopenie ist ein medizinischer Begriff für den altersbedingten Verlust von Muskelmasse, Muskelkraft und Muskelfunktion. Sie tritt häufig bei älteren Menschen auf und kann die Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität stark beeinträchtigen. Inzwischen wird Sarkopenie auch als eigenständige Krankheit anerkannt
(z. B. durch die WHO).


INHALTSVERZEICHNIS
01 Symptome bei Sarkopenie
02 Diagnostik bei Sarkopenie
03 Wie entsteht Sarkopenie?
04 Selbstmanagement bei Sarkopenie
05 Was kann man bei Sarkopenie im Physiopark erwarten?
SYMPTOME
Verminderte Muskelkraft
(z. B. schwacher Händedruck)
Abnahme der Muskelmasse
(sichtbare „Abmagerung“ bestimmter Muskelgruppen)
Gangunsicherheit oder
verlangsamtes Gehen
Schwierigkeiten beim Aufstehen,
Treppensteigen oder Tragen
Allgemeine Schwäche,
schnellere Erschöpfbarkeit



DIAGNOSTIK
Die Diagnose erfolgt typischerweise durch Kombination mehrerer Methoden:
Anamnese und körperliche Untersuchung
Fragen zur Muskelkraft, Mobilität, Stürzen etc.
Messung der Muskelkraft
Meist per Handkraftmessung (Dynamometer)
Messung der Muskelmasse
Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA)
Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)
Funktionsprüfung Skillcourt
z.B. Gehgeschwindigkeit auf 4 Metern
Timed-Up-and-Go-Test (TUG)
Sit-to-Stand-Test (z. B. 5x Aufstehen von
einem Stuhl ohne Armeinsatz)
WIE ENTSTEHT...
Sarkopenie entsteht hauptsächlich durch den natürlichen Alterungsprozess, bei dem die Muskelmasse und -kraft im Laufe der Zeit abnehmen.
Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
Verminderte Muskelproteinsynthese:
Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Muskelprotein, was den Muskelaufbau erschwert
Bewegungsmangel:
Wenig körperliche Aktivität führt dazu, dass die Muskeln nicht ausreichend beansprucht werden und somit an Masse verlieren
Ernährung:
Eine unzureichende Zufuhr von Proteinen und wichtigen Nährstoffen kann den Muskelabbau begünstigen
Hormonelle Veränderungen:
Abnahme von Hormonen wie Testosteron, Östrogen oder Wachstumshormonen im Alter wirkt sich negativ auf die Muskelmasse aus
Chronische Krankheiten und Entzündungen:
Krankheiten oder chronische Entzündungen können den Muskelabbau beschleunigen

SELBSTMANAGEMENT
Verminderte Muskelproteinsynthese:
Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Muskelprotein, was den Muskelaufbau erschwert
Bewegung steigern
Alltagsaktivitäten erhöhen (Spazierengehen, Treppensteigen) Gleichgewichtsübungen und Dehnung integrieren
Eiweißreiche Ernährung
Ziel: 1,2–1,5 g Eiweiß pro kg Körpergewicht/Tag
Gute Quellen: Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse, Milchprodukte
Vitamin D-Spiegel kontrollieren
Ein Mangel schwächt Muskeln zusätzlich
Bei Defizit: gezielte Supplementierung nach ärztlicher Rücksprache
ERNÄHRUNG BEI...
Warum die Ernährung eine
wichtige Rolle spielt
Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse und Muskelkraft natürlicherweise ab. Dieser Prozess kann jedoch beschleunigt werden und zu einer Sarkopenie führen. Eine ausgewogene, eiweißreiche Ernährung kann dazu beitragen, den Muskelabbau zu verlangsamen, die Muskulatur zu erhalten und die körperliche Leistungsfähigkeit zu unterstützen. In Kombination mit regelmäßigem Krafttraining ist die Ernährung ein zentraler Baustein sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung der Sarkopenie.
Ernährung bei bestehender Sarkopenie
Liegt bereits eine Sarkopenie vor, sollte besonderes Augenmerk auf eine ausreichende Versorgung mit Energie und Nährstoffen gelegt werden. Ziel ist es, den Muskelaufbau zu fördern und einen weiteren Muskelverlust zu verhindern.
Ausreichend Eiweiß aufnehmen
Eiweiß ist der wichtigste Baustoff für die Muskulatur. Ältere Menschen mit Sarkopenie haben häufig einen höheren Proteinbedarf als gesunde Erwachsene.
Geeignete Eiweißquellen sind:
Milch und Milchprodukte (z. B. Quark, Skyr, Joghurt, Käse)
Eier
Fisch
Mageres Fleisch
Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen
Tofu und andere Sojaprodukte
Nüsse und Samen
Ideal ist es, die Eiweißzufuhr gleichmäßig auf alle Mahlzeiten des Tages zu verteilen.
Ausreichend Energie zuführen
Wer zu wenig Kalorien aufnimmt, baut häufig nicht nur Fett-, sondern auch Muskelmasse ab. Besonders bei ungewolltem Gewichtsverlust sollte auf eine ausreichende Energiezufuhr geachtet werden.
Vitamin D beachten
Vitamin D unterstützt die Muskelfunktion und trägt zur Erhaltung normaler Muskeln bei. Gerade ältere Menschen weisen häufig niedrige Vitamin-D-Spiegel auf. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Weitere wichtige Nährstoffe
Auch eine ausreichende Versorgung mit Calcium, Magnesium, Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren kann zur Muskelgesundheit beitragen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und hochwertigen Fetten liefert viele dieser wichtigen Nährstoffe.
Sarkopenie durch Ernährung vorbeugen
Bereits bevor erste Beschwerden auftreten, kann eine gesunde Ernährung dazu beitragen, die Muskelmasse möglichst lange zu erhalten.
Eiweißreich und ausgewogen essen
Eine regelmäßige Aufnahme hochwertiger Eiweißquellen unterstützt den Erhalt der Muskulatur. Besonders sinnvoll ist es, zu jeder Hauptmahlzeit eine Proteinquelle einzuplanen.
Ausreichend trinken
Eine gute Flüssigkeitsversorgung ist wichtig für den Stoffwechsel und die Leistungsfähigkeit der Muskulatur. Ältere Menschen verspüren oft weniger Durst und sollten daher bewusst auf eine ausreichende Trinkmenge achten.
Obst, Gemüse und Vollkornprodukte integrieren
Diese Lebensmittel liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper bei zahlreichen Stoffwechselprozessen unterstützen.
Gesunde Fette bevorzugen
Ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen, Nüssen, Samen und fettreichem Seefisch können entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und eine gesunde Ernährung sinnvoll ergänzen.
Bewegung und Ernährung gehören zusammen
Die beste Wirkung erzielt eine eiweißreiche Ernährung in Kombination mit regelmäßigem Kraft- und Gleichgewichtstraining. Bereits zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche können helfen, Muskelkraft und Muskelmasse langfristig zu erhalten.
Fazit
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung der Sarkopenie. Besonders wichtig sind eine ausreichende Eiweißzufuhr, eine bedarfsgerechte Energieaufnahme sowie die Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Zusammen mit regelmäßiger körperlicher Aktivität kann eine angepasste Ernährung dazu beitragen, die Muskulatur zu stärken, die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.
Was kann man im Physiopark...
In einer physiotherapeutischen Einrichtung kannst du zum Diagnostizieren auf Sarkopenie eine gezielte und
strukturierte Behandlung erwarten, die individuell auf deine körperlichen Voraussetzungen und Ziele abgestimmt ist. Ziel ist es, Muskelmasse, Kraft und Funktion zu erhalten oder wiederaufzubauen sowie das Sturzrisiko zu reduzieren.
Möglichkeiten im Physiopark Verstappen
wir haben mit EGYM und Skillcourt zwei Partner, die präventiv ermöglichen, dass wir das Sarkopenie Stadium unserer Patienten herausfinden und somit ganz gezielt auf den jeweiligen Status Quo eingehen können.
Daraufhin ermöglichen wir ein gezieltes Training an unseren EGym Geräten und wirken somit einem weiteren Verfall der Muskelmasse entgegen.
Wir machen dahingehend möglich, dass wir in einem ersten Schritt an den jeweiligen Gesundheitszustand anknüpfen und herausfiltern wo wir uns körperlich befinden und wie weit der Muskelschwund bereits stattgefunden hat.
1. Eingangsuntersuchung & Befunderhebung
Anamnese (Krankengeschichte, Einschränkungen, Ziele) Kraftmessung (z. B. Handkraft), Mobilitäts- und Gleichgewichtstests, Ganganalyse
2. Individueller Trainingsplan
Angepasst an Alter, Vorerkrankungen und Leistungsfähigkeit
Meist 2–3x pro Woche Training unter Anleitung
Ihr Körper kann sich anpassen –
unterstützen Sie ihn dabei.
Mit Wissen, Bewegung und der richtigen
Begleitung können Sie Ihre Beschwerden
aktiv beeinflussen.