

COPD
COPD
Lieber Patient, lieber Kunde, lieber Partner,
Im Folgenden, möchten wir dir eine grobe Übersicht über das
Krankheitsbild „COPD“ geben. Wir möchten dir anhand
unserer jahrelangen Erfahrungen eine Basis bieten, sich im
Vorfeld der möglichen Therapie bereits mit der Tiefe dieses
Krankheitsbildes zu beschäftigen. Zudem möchten wir dich
darüber aufklären, welche Möglichkeiten es im Alltag gibt um
Schmerzen zu vermeiden oder diesen entgegenzuwirken und
wie ein gesunder und bewusster Lebensstil das
Schmerzempfinden positiv beeinflussen kann.
COPD ist eine fortschreitende Lungenerkrankung, bei der
die Atemwege dauerhaft verengt sind. Sie führt zu Atemnot,
Husten und einer eingeschränkten Lungenfunktion. Die
Erkrankung ist meist durch eine chronische Entzündung der
Atemwege gekennzeichnet.



INHALTSVERZEICHNIS
01 Symptome bei einem COPD
02 Diagnostik bei COPD
03 Wie entsteht COPD?
04 Selbstmanagement bei COPD
05 Ernährung bei COPD
06 Was kann man bei COPD im Physiopark erwarten?
SYMPTOME
Anhaltender Husten: Oft mit Auswurf, besonders morgens.
Atemnot: Besonders bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe
Auswurf: Übermäßiges Schleimsekret
Giemen und Pfiefen beim Atmen
Engegefühl in der Brust
Gewichtsverlust und Schwäche: Bei fortgeschrittener Erkrankung
Rauchen: Der wichtigste Risikofaktor; verursacht Entzündungen und Zerstörung des Lungengewebes
Luftverschmutzung: Staub, Schadstoffe und chemische Dämpfe
Berufliche Exposition: Staub, Gas oder Dämpfe am Arbeitsplatz
Genetische Faktoren: Seltene genetische Veranlagung (z.B. Alpha-1-Antitrypsin-Magel)
Wiederholte Atemwegsinfektionen: Frühzeitige Schäden an den Atemwegen
DIAGNOSTIK
Bei Verdacht auf COPD beginnt die Diagnostik mit einem ausführlichen Gespräch über Beschwerden, Vorerkrankungen, Rauchen, berufliche Belastungen und körperliche Leistungsfähigkeit.
Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung ist die Lungenfunktionsprüfung, insbesondere die Spirometrie. Dabei wird unter anderem gemessen, wie viel Luft eingeatmet und ausgeatmet werden kann und wie schnell die Luft ausgeatmet wird.
Je nach Situation können weitere Untersuchungen sinnvoll sein, beispielsweise:
körperliche Untersuchung
Messung der Sauerstoffsättigung
Blutuntersuchungen
Röntgenaufnahme oder CT der Lunge
weiterführende Lungenfunktionstests
Belastungsuntersuchungen
Die Diagnose und die Einteilung des Schweregrades erfolgen durch eine Ärztin oder einen Arzt.
WIE ENTSTEHT...
Die häufigste Ursache für COPD ist langjähriges Rauchen. Auch Passivrauchen und eine langfristige Belastung durch Schadstoffe können die Entstehung begünstigen.
Weitere mögliche Einflussfaktoren sind beispielsweise:
Feinstaub und Luftverschmutzung
Staub, Rauch oder chemische Stoffe am Arbeitsplatz
wiederholte Atemwegsinfektionen
seltene genetische Ursachen, beispielsweise ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel
Durch schädigende Einflüsse können sich die Atemwege dauerhaft entzünden und verengen. Gleichzeitig kann das Lungengewebe geschädigt werden. Dadurch wird insbesondere das Ausatmen erschwert und die Luft kann teilweise in der Lunge verbleiben.
COPD entwickelt sich häufig über viele Jahre. Deshalb ist es wichtig, Risikofaktoren möglichst früh zu reduzieren.
SELBSTMANAGEMENT
Selbstmanagement spielt bei COPD eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die eigene Belastbarkeit möglichst lange zu erhalten, Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen und den Alltag trotz der Erkrankung aktiv zu gestalten.
Bewegung und Training
Auch wenn körperliche Belastung zunächst Atemnot auslösen kann, ist regelmäßige Bewegung ein wichtiger Bestandteil der COPD-Therapie.
Geeignet können – abhängig vom individuellen Leistungsstand – beispielsweise sein:
Spaziergänge
Radfahren
gezieltes Krafttraining
Ausdauertraining
Atemübungen
Beweglichkeitsübungen
Das Training sollte individuell angepasst und langsam gesteigert werden.
Regelmäßige Bewegung kann helfen, die körperliche Leistungsfähigkeit und Muskelkraft zu erhalten.
Atemtechniken erlernen
Bestimmte Atemtechniken können dabei helfen, die Atmung bewusster zu steuern und mit Atemnot besser umzugehen.
Eine häufig verwendete Technik ist beispielsweise die Lippenbremse. Dabei wird langsam gegen locker aufeinanderliegende Lippen ausgeatmet.
Auch bestimmte Körperpositionen können bei Atemnot als erleichternd empfunden werden. Atemtechniken sollten idealerweise unter fachlicher Anleitung erlernt werden.
Rauchstopp
Wenn geraucht wird, ist der Rauchstopp eine der wichtigsten Maßnahmen, um die weitere Schädigung der Lunge zu reduzieren.
Unterstützung beim Rauchstopp kann beispielsweise durch Ärztinnen und Ärzte oder professionelle Entwöhnungsprogramme erfolgen.
Atemwegsinfekte vermeiden
Infekte der Atemwege können bei COPD zu einer deutlichen Verschlechterung der Beschwerden führen.
Sinnvoll sind deshalb unter anderem:
regelmäßiges Händewaschen
Kontakte zu erkrankten Personen möglichst reduzieren
Impfempfehlungen mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen
Medikamente entsprechend der ärztlichen Verordnung anwenden
Den eigenen Körper beobachten
Menschen mit COPD sollten Veränderungen ihrer Beschwerden aufmerksam wahrnehmen.
Warnzeichen können beispielsweise sein:
deutlich zunehmende Atemnot
mehr oder veränderter Auswurf
stärkere Müdigkeit
zunehmender Husten
deutlich geringere Belastbarkeit
Bei einer deutlichen Verschlechterung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
ERNÄHRUNG BEI...
Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, den Körper mit ausreichend Energie und wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
Gerade bei COPD kann sowohl Untergewicht als auch starkes Übergewicht problematisch sein. Eine individuelle Ernährungsberatung kann deshalb insbesondere bei deutlichen Gewichtsveränderungen sinnvoll sein.
Ausreichend Eiweiß
Eiweiß ist wichtig für den Erhalt der Muskulatur. Eine kräftige Muskulatur unterstützt die körperliche Leistungsfähigkeit und kann insbesondere bei eingeschränkter Belastbarkeit von Bedeutung sein.
Geeignete Eiweißquellen sind beispielsweise:
Fisch
mageres Fleisch
Eier
Milchprodukte
Hülsenfrüchte
Tofu und andere Sojaprodukte
Nüsse und Samen
Gemüse und Obst
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst liefert Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und weitere wichtige Nährstoffe.
Dabei sollte auf eine möglichst große Vielfalt verschiedener Lebensmittel geachtet werden.
Ausreichend trinken
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für viele Körperfunktionen. Bei zähem Bronchialschleim kann ausreichendes Trinken zudem hilfreich sein, um die Schleimkonsistenz zu unterstützen.
Wie viel Flüssigkeit individuell sinnvoll ist, kann unter anderem von Alter, körperlicher Aktivität und bestehenden Erkrankungen abhängen.
Mehrere kleine Mahlzeiten können hilfreich sein
Bei ausgeprägter Atemnot kann eine große Mahlzeit unangenehm sein und das Atmen zusätzlich erschweren. Manche Menschen profitieren deshalb von mehreren kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt.
Dabei sollte trotzdem darauf geachtet werden, insgesamt ausreichend Energie und Eiweiß aufzunehmen.
Was kann man im Physiopark...
Bei COPD ist es besonders wichtig, trotz der Erkrankung
möglichst aktiv zu bleiben. Im Physiopark Verstappen
können Sie verschiedene Angebote nutzen, um Ihre
Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und körperliche
Belastbarkeit zu erhalten oder zu verbessern.
Krafttraining & KGG
Stärkung und Erhalt der Muskulatur, damit alltägliche
Bewegungen wie Aufstehen, Gehen oder Treppensteigen
leichter fallen.
Ausdauertraining
Durch individuell angepasstes Training können Kondition
und körperliche Belastbarkeit verbessert werden.
Individuelle Trainingstherapie
Das Training wird an Ihre persönliche Leistungsfähigkeit
angepasst und kann schrittweise gesteigert werden.
Geh- und Alltagstraining
Wir trainieren Bewegungsabläufe, die Ihnen im Alltag
begegnen, und unterstützen Sie dabei, trotz
eingeschränkter Belastbarkeit möglichst aktiv zu bleiben.
EGYM & R-Force-Laufband
Moderne Trainingsmöglichkeiten ermöglichen ein
kontrolliertes und individuell dosiertes Kraft- und
Gehtraining.
Rehabilitation
Durch einen gezielten Trainingsaufbau können Sie Ihre
körperliche Leistungsfähigkeit erhalten oder Schritt für
Schritt verbessern.
Ihr Körper kann sich anpassen –
unterstützen Sie ihn dabei.
Mit Wissen, Bewegung und der richtigen
Begleitung können Sie Ihre Beschwerden
aktiv beeinflussen.