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Hüft-TEP

Hüft-TEP

Lieber Patient, lieber Kunde, lieber Partner,

Im Folgenden, möchten wir dir eine grobe Übersicht über das

Krankheitsbild „Hüft-TEP“ geben. Wir möchten dir anhand

unserer jahrelangen Erfahrungen eine Basis bieten, sich im

Vorfeld der möglichen Therapie bereits mit der Tiefe dieses

Krankheitsbildes zu beschäftigen. Zudem möchten wir dich

darüber aufklären, welche Möglichkeiten es im Alltag gibt um

Schmerzen zu vermeiden oder diesen entgegenzuwirken und

wie ein gesunder und bewusster Lebensstil das

Schmerzempfinden positiv beeinflussen kann.

Eine Hüft-TEP ist ein vollständiger Ersatz,

Totalendoprothese (TEP), des Hüftgelenkes durch ein

künstliches Gelenk. Häufig nach Arthrose, seltener durch

eine Verletzung. Das künstliche Gelenk setzt sich aus

dem Titanium-Schaft, sowie Hüftkopf und Pfanneninlay

aus Keramik in Verbindung mit Polyethylen zusammen.

Ziel ist es durch die Hüft-TEP Schmerzfreiheit und

Mobilität wiederzuerlangen.

INHALTSVERZEICHNIS

01 Symptome bei Hüft-TEP

02 Diagnostik bei Hüft-TEP

03 Wie entsteht eine Hüft-TEP?

04 Selbstmanagement bei einer Hüft-TEP

05 Ernährung bei Hüft-TEP

06 Was kann man im Physiopark bei einer Hüft-TEP erwarten

SYMPTOME

Typische Beschwerden vor einer Hüft-TEP sind:

  • Schmerzen im Bereich der Hüfte und häufig in der Leiste

  • Schmerzen bei Belastung, z. B. beim Gehen oder Treppensteigen

  • Anlauf- und Bewegungsschmerzen

  • eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte

  • Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen, beispielsweise beim Anziehen von Schuhen und Socken

  • verkürzte Gehstrecken und reduzierte körperliche Belastbarkeit

  • Schonhaltung und verändertes Gangbild

  • Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten und Sport


Nach der Operation können zunächst Operationsschmerzen,

Schwellungen, Muskelschwäche und eine eingeschränkte

Beweglichkeit auftreten.

DIAGNOSTIK

Vor einer Hüft-TEP wird zunächst untersucht, welche Ursache für die

Beschwerden vorliegt und wie stark das Hüftgelenk geschädigt ist.

Zur Diagnostik gehören insbesondere:

Anamnese:

Der Arzt erfragt unter anderem die Dauer und Stärke der Schmerzen,

Einschränkungen im Alltag, Belastbarkeit und bisherige

Behandlungsmöglichkeiten.

Körperliche Untersuchung:

Dabei werden beispielsweise Beweglichkeit, Muskelkraft, Gangbild und

Schmerzen untersucht.

Bildgebende Diagnostik:

Eine wichtige Untersuchung ist das Röntgenbild der Hüfte. Dadurch

können degenerative Veränderungen des Gelenks beurteilt werden. Je

nach Fragestellung können weitere bildgebende Verfahren wie MRT oder

CT eingesetzt werden.

Die Entscheidung für eine Hüft-TEP erfolgt nicht allein anhand eines

Röntgenbildes, sondern unter Berücksichtigung der Beschwerden, der

körperlichen Untersuchung und der Einschränkungen des Patienten. Bei

einer Hüftarthrose wird zunächst häufig eine konservative Behandlung,

beispielsweise mit Physiotherapie und Bewegungstherapie, eingesetzt.

WIE ENTSTEHT...

Eine der häufigsten Ursachen für eine Hüft-TEP ist die fortgeschrittene

Hüftarthrose.


Bei einer Arthrose kommt es zu einem zunehmenden Verschleiß des

Gelenkknorpels. Der Knorpel hat normalerweise die Aufgabe, die

Gelenkflächen zu schützen und eine möglichst reibungsarme Bewegung

zu ermöglichen. Wird der Knorpel zunehmend geschädigt, können

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen entstehen.


Mögliche Ursachen und Risikofaktoren sind beispielsweise:

  • zunehmendes Alter

  • primäre Hüftarthrose

  • frühere Verletzungen oder Erkrankungen des Hüftgelenks

  • Fehlstellungen

  • Hüftdysplasie

  • Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen

  • erhöhte mechanische Belastung



Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichend

helfen und die Beschwerden den Alltag erheblich beeinträchtigen, kann

eine Totalendoprothese der Hüfte eingesetzt werden. Dabei werden der

beschädigte Hüftkopf und die Gelenkpfanne durch künstliche

Komponenten ersetzt. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren und die

Funktion des Hüftgelenks wieder zu verbessern.

SELBSTMANAGEMENT

Nach einer Hüft-TEP sind insbesondere folgende Punkte wichtig:


Regelmäßige Bewegung: Die empfohlenen Übungen aus der

Physiotherapie sollten regelmäßig und korrekt durchgeführt

werden.


Muskelkräftigung: Durch regelmäßiges Training können die

Muskulatur und die Belastbarkeit der Hüfte verbessert werden.


Belastung langsam steigern: Aktivitäten sollten entsprechend

dem Heilungsverlauf schrittweise gesteigert werden.

Übermäßige Belastungen sollten vermieden werden.


Bewegung im Alltag: Spaziergänge und alltägliche Aktivitäten

können dabei helfen, die Gehfähigkeit und Ausdauer wieder

aufzubauen.


Auf Warnzeichen achten: Starke oder zunehmende Schmerzen,

starke Schwellungen, Rötung, Überwärmung, Fieber oder eine

plötzlich auftretende Bewegungseinschränkung sollten ärztlich

abgeklärt werden.


Sturzprophylaxe: Stolperfallen zu Hause sollten möglichst

beseitigt werden. Gerade in der ersten Zeit nach der Operation

ist ein sicheres Umfeld wichtig.


Gewicht und Lebensstil: Ein gesundes Körpergewicht und

regelmäßige körperliche Aktivität können dazu beitragen, die

Gelenke und die allgemeine körperliche Gesundheit zu

unterstützen.


Therapieempfehlungen beachten: Die individuellen Vorgaben

des behandelnden Arztes und Physiotherapeuten sollten

eingehalten werden.

ERNÄHRUNG BEI...

Welche Rolle spielt die Ernährung nach einer Hüftprothese?

Nach dem Einsetzen einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) benötigt der Körper Zeit, um sich von der Operation zu erholen. In dieser Phase sind eine ausreichende Nährstoffversorgung, der Erhalt der Muskulatur und der schrittweise Wiederaufbau der körperlichen Belastbarkeit besonders wichtig.

Eine ausgewogene Ernährung kann den Körper während der Heilungsphase unterstützen und wichtige Voraussetzungen für die Rehabilitation schaffen. Sie ersetzt jedoch weder die medizinische Nachsorge noch die physiotherapeutische Behandlung.


Gesunde Ernährung nach einer Hüft-TEP

Ausreichend Eiweiß für Muskeln und Gewebe

Eiweiß liefert wichtige Bausteine für den Erhalt und Aufbau der Muskulatur sowie für die Erneuerung von Gewebe. Gerade nach einer Operation und während einer vorübergehend eingeschränkten Bewegung ist eine ausreichende Eiweißzufuhr wichtig.

Gute Eiweißquellen sind beispielsweise:

  • Fisch und mageres Fleisch

  • Eier

  • Quark, Skyr und Joghurt

  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen

  • Tofu und andere Sojaprodukte

  • Nüsse und Samen

Sinnvoll ist es, Eiweiß regelmäßig über den Tag verteilt aufzunehmen.


Gemüse und Obst für eine vielseitige Nährstoffversorgung

Gemüse und Obst liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei und unterstützen zahlreiche normale Körperfunktionen.

Besonders empfehlenswert ist eine abwechslungsreiche Auswahl aus verschiedenen Sorten, beispielsweise Brokkoli, Paprika, Karotten, Beeren, Äpfeln und Zitrusfrüchten.


Calcium und Vitamin D für die Knochen

Calcium und Vitamin D sind wichtige Nährstoffe für die Knochengesundheit. Gerade im höheren Lebensalter sollte auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden.

Calcium ist unter anderem in Milchprodukten, calciumreichem Mineralwasser und bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Vitamin D findet sich beispielsweise in fettem Fisch und Eiern. Zusätzlich bildet der Körper Vitamin D unter dem Einfluss von Sonnenlicht.

Ob eine Nahrungsergänzung sinnvoll ist, sollte individuell und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.


Ausreichend Energie aufnehmen

Nach einer Operation benötigt der Körper genügend Energie, um sich zu erholen und die Muskulatur während der Rehabilitation zu erhalten.

Eine starke Einschränkung der Kalorienzufuhr ist in der frühen Genesungsphase meist nicht sinnvoll. Gleichzeitig kann Übergewicht die Belastung des neuen Hüftgelenks erhöhen. Langfristig ist deshalb eine bedarfsgerechte Ernährung mit einem gesunden Körpergewicht empfehlenswert.


Ballaststoffreich essen

Durch weniger Bewegung und die Einnahme bestimmter Schmerzmittel kann es nach einer Operation zu Verstopfung kommen.

Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte liefern Ballaststoffe und können die Verdauung unterstützen. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken, sofern medizinisch keine Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr besteht.


Ausreichend trinken

Wasser ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse wichtig. Gerade während der Genesung sollte auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Wasser und ungesüßte Tees sind dafür gut geeignet. Bei bestehenden Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die empfohlene Trinkmenge gegebenenfalls ärztlich abgestimmt werden.


Was sollte man eher reduzieren?

Eine spezielle Diät nach einer Hüft-TEP ist normalerweise nicht erforderlich. Sinnvoll ist eine langfristig ausgewogene Ernährung mit möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Große Mengen Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und ein hoher Alkoholkonsum sollten möglichst reduziert werden. Alkohol kann zudem mit Medikamenten wechselwirken und die Sicherheit beim Gehen beeinträchtigen.


Ernährung und Bewegung gehören zusammen

Die Ernährung ist ein wichtiger Baustein der Genesung, entfaltet ihren Nutzen aber gemeinsam mit Bewegung und Rehabilitation.

Die individuell abgestimmte Physiotherapie hilft dabei, die Beweglichkeit zu verbessern, die Muskulatur aufzubauen und das sichere Gehen wieder zu erlernen. Die Belastung sollte entsprechend den Vorgaben des behandelnden medizinischen Teams schrittweise gesteigert werden.

Eine ausreichende Versorgung mit Energie und Eiweiß unterstützt den Körper dabei, diese Trainingsreize zu bewältigen.


Fazit

Eine spezielle „Hüft-TEP-Diät“ gibt es nicht. Entscheidend ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, hochwertigen Fetten und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr.

Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine individuell abgestimmte physiotherapeutische Rehabilitation bilden gemeinsam eine wichtige Grundlage, um nach einer Hüftoperation wieder Kraft, Beweglichkeit und Sicherheit im Alltag zu gewinnen.

Was kann man im Physiopark...

Nach einer Hüft-TEP beginnt die physiotherapeutische

Rehabilitation mit dem Ziel, die Beweglichkeit, Muskelkraft,

Koordination und Belastbarkeit des Patienten wiederherzustellen.


  • EGYM Smart Strength – gezielter und individuell angepasster Muskelaufbau

  • Smart Flex Hüfte und Gluteus – Verbesserung der Beweglichkeit und Mobilität

  • R-Force Laufband – kontrolliertes Gehtraining mit einstellbarer Gewichtsentlastung, besonders für den frühen Rehabilitationsverlauf

  • KGG – gerätegestützte Krankengymnastik mit individuell angepasstem Trainingsplan

  • funktionelles Training – Vorbereitung auf alltägliche Bewegungen und Belastungen

  • Heimübungsprogramm – selbstständiges Weitertrainieren zu Hause


Gerade das R-Force Laufband kann nach einem Gelenkersatz

interessant sein, da das Körpergewicht während des Gehtrainings

reduziert werden kann. Dadurch ist ein kontrollierter Einstieg in das

Gehtraining möglich.


Dabei geht es nicht ausschließlich darum, die Hüfte zu bewegen.

Vielmehr soll der Patient Schritt für Schritt wieder selbstständig und

belastbar im Alltag werden.

Ihr Körper kann sich anpassen –

unterstützen Sie ihn dabei.

Mit Wissen, Bewegung und der richtigen

Begleitung können Sie Ihre Beschwerden

aktiv beeinflussen.

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